Klimastreikwoche auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurde vor allem von Studierenden angenommen.

Mainz. Die von der Hochschulgruppe Students For Future Mainz organisierte Woche griff die Klimakrise in rund 40 Vorlesungen, zahlreichen Seminaren und Workshops auf. Großes Finale war der vierte globale Klimastreik, der bereits auf dem Universitäts-Campus begann. „Die ‚Public Climate School‘ hat gezeigt, wie notwendig es ist, das Thema Klimawandel in den Uni-Alltag zu integrieren“, so Mitorganisiererin Nora Cremille, Students For Future Mainz. Ob Philosophie, Chemie, Mathematik, Erziehungswissenschaften, Politik, Religion, Wirtschaftswissenschaften: Aus fast allen Studiengängen haben Dozierende und Studierende sich an der Streikwoche mit Beiträgen beteiligt und beweisen so einmal mehr, dass das Thema alle tangiert. 
Neben der Fakten und Rationalität darf jedoch auch die Emotionalität nicht zu kurz kommen. Dr. Mark Lawrence, wissenschaftlicher Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam, betont wie wichtig diese „kleinen grünen Familien“ wie Students For Future oder Fridays For Future für nachhaltigen Aktivismus seien. In seiner Ansprache vor dem Klimastreik schwört er den Studierenden ein, weiter zu kämpfen. „Ihr nennt euch Students For Future, aber ihr seid auch Students For Now“, so Lawrence, „Es ist wichtig, jetzt zu handeln, um überhaupt eine Zukunft zu haben“.
Die Bereitschaft zu handeln besteht allemal unter den Studierenden. Volle Vorlesungssäle und Seminare, die eine fast dreifache Teilnehmer*innenzahl als regulär aufwiesen. Diese Resonanz ist erfreulich, jedoch nicht genug für Students For Future. „Es war toll, die Unterstützung von Seiten der Universitätsleitung, besonders des Präsidenten Prof. Dr. Krausch zu bekommen“, freut sich My Bui, Mitgründerin der Hochschulgruppe. Jetzt müssten konkrete Taten folgen, die sich an den Nachhaltigkeits-Forderungen der Studierenden orientieren. 
Nach der Klimastreikwoche ist bekanntlich vor der Klimastreikwoche: Die nächste „Public Climate School“ ist schon in den Köpfen von Students For Future. Was dann noch besser werden muss? „Den „Public“-Begriff zu betonen“, so Bui. Die meisten Teilnehmer*innen waren eben doch Studierende oder andere Personen aus dem unmittelbaren universitären Umfeld. Das Ziel von Students For Future ist es, mit der Streikwoche die Klimakrise auch für die Öffentlichkeit zugänglich und begreifbar zu machen, denn Klimawandel ist nicht ein Problem, das auf dem Campus bleibt und Studierende angeht, sondern alle Menschen.

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